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Datum: 23.11.2021

Bürgermeister Schrameyer: „Einigkeit macht Schulstandort stark“

Empfehlung zur künftigen Zügigkeit der städtischen Gymnasien / „Goethe“ fünf Klassen, „Kepler“ vier

Schule Schüler Klasse Aufzeigen
Symbolbild (Foto: Kzenon - stock.adobe.com)

Ibbenbüren, 23. November 2021. Schülerinnen und Schüler gibt es in Ibbenbüren viele. Ibbenbüren ist eine Schulstadt. „Die Vielfalt der weiterführenden Schulformen ist ein absolutes Qualitätsmerkmal für den Bildungsstandort Ibbenbüren“, sagt auch Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Ich bin stolz auf unsere bunte Schullandschaft.“ Und die ist längst auch für Eltern aus den Umlandkommunen attraktiv geworden, die ihre Kinder ebenfalls schon in Ibbenbüren zu Schule gehen lassen. Wie aber geht es in Zukunft weiter mit der Zügigkeit der städtischen Schulen in der Sekundarstufe I? Wie viele Klassen braucht es?

Die Stadt Ibbenbüren wurde von der Bezirksregierung auf der Grundlage des Schulgesetzes NRW dazu aufgefordert, die Zügigkeit der städtischen Schulen in der Sekundarstufe I festzulegen und diese Festlegung durch politischen Beschluss dann der Bezirksregierung zur Genehmigung vorzulegen. Der Vorschlag, der den politischen Gremien nun zur Beratung und Entscheidung vorliegt, lautet:

  • Goethe-Gymnasium: fünfzügig
  • Johannes-Kepler-Gymnasium: vierzügig
  • Gesamtschule: vierzügig
  • Anne-Frank-Realschule: zweizügig
  • Gemeinschaftshauptschule: zweizügig

Dabei wurde die Zügigkeit der beiden Gymnasien in einem moderierten Verfahren unter Beteiligung der betroffenen Akteure aus Politik und Verwaltung, aber auch aus den Schulen, festgelegt. Heißt: Schüler, Eltern und Lehrer konnten ihre Argumente einbringen. „Dieses Verfahren werten wir als vollen Erfolg“, sagt die zuständige Geschäftsbereichsleiterin der Stadt, Brigitte Janz. „Wir haben so viel Input von allen Seiten bekommen, dass unser Ergebnisvorschlag am Ende ein wirklich stabiles argumentatives Fundament hat.“

Unter Einbeziehung der Schülerzahlprognose für die Gymnasien und unter Berücksichtigung einzelner inhaltlicher Aspekte wurden für die beiden städtischen Gymnasien alle Optionen in Sachen Zügigkeit intensiv und umfassend durchgespielt. „Allen Beteiligten an diesem Prozess war dabei besonders wichtig, dass kein Kind bei der Schulanmeldung abgewiesen werden muss“, sagt Tristan Lehmann, stellvertretender Leiter des städtischen Fachdienstes Schulen und Sport. Ebenfalls besonders betont wurden Raumressourcen und Differenzierungsmöglichkeiten in der Sekundarstufe I sowie das Kursangebot in der Sekundarstufe II.

Im Ergebnis der intensiven Beratungen, die in zwei Workshops organisiert wurden, standen am Ende fünf Züge für das Goethe-Gymnasium und vier für das Johannes-Kepler-Gymnasium. „Das ist das, was wir nach Abwägung aller Zahlen und Argumente nun mit einer sehr guten Grundlage in die politischen Entscheidungsgremien einbringen und mit deren Zustimmung auch der Bezirksregierung vorlegen können“, sagt Brigitte Janz. Und Tristan Lehmann ergänzt: „Unabhängig davon, wie man einzelne Kriterien gewichtet, bleibt das die beste Lösung für die Zukunft unserer Gymnasien. Es gibt daher auch keine 1b- oder 1c-Lösung, sondern nur diesen einen Vorschlag an die Politik. Weil er einfach alle Bedarfe abdeckt.“

Besonders erfreut zeigt sich Brigitte Janz über die Arbeitsatmosphäre in den Workshops. „Das war zwar sehr intensiv, aber genauso konstruktiv.“ Besonders positiv bewertete sie dabei die Einmütigkeit, mit der die Empfehlung an den Rat der Stadt Ibbenbüren letztlich zustande gekommen sei. „In diesem Ergebnis finden sich alle Beteiligten wieder. Alle, wirklich alle Beteiligten, sowohl Verwaltung als auch Politik, vor allem aber beide Gymnasien stehen hinter dieser Empfehlung.“

Das gefällt natürlich auch dem Bürgermeister. „Diese Empfehlung lässt beiden städtischen Gymnasien genügend Raum, sich zukünftig weiter zu entwickeln“, sagt Dr. Marc Schrameyer. Und das sei für Ibbenbüren wichtig. „Schulentwicklung ist ein stetiger, ein lebendiger Prozess, den wir als Verwaltung mit unserem Knowhow eng begleiten wollen“, so der Bürgermeister weiter. Die Stadt verfüge über fünf sehr gute weiterführende Schulen, die das ganze Bedarfsspektrum abdecken. Die hervorragende Arbeit in den Workshops habe gezeigt, wie viel man erreichen könne, wenn man zusammen agiere. „Diese Einigkeit macht uns als Schulstandort stark“, erklärt Dr. Schrameyer.