Inhalt
Datum: 19.07.2022

Arbeiten am Kepler und am Goethe auf der Zielgeraden

Digitalisierung an den Ibbenbürener Schulen geht weiter voran

Digital Netzwerk EDV
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Ibbenbüren, 19. Juli 2022. Ferienzeit – Bauzeit. Wobei: In Sachen „DigitalPakt“ wird in Ibbenbüren nicht nur – und schon gar nicht erst – in den Ferien gebaut. Im Gegenteil: In diesen Sommerferien sollen in Sachen „DigitalPakt“ ein Projekt abgeschlossen und zwei weitere begonnen werden.

Durch den „DigitalPakt Schule“ stehen mindestens 1,67 Millionen Euro Fördermittel (inklusive städtischem Eigenanteil) bereit, die ausschließlich in die Digitalisierung der Schulen in Ibbenbüren fließen. Die Stadt gibt sich damit aber nicht zufrieden. Am Ende werden in diesem Jahr mehr als vier Millionen Euro geflossen sein. Zusätzlich plant die Stadt nämlich, weiteres Geld aus eigenen Mitteln für die Digitalisierung der Schulen aufzuwenden, um optimale Ergebnisse für die Schülerinnen und Schüler und die Lehrenden zu erreichen. „Wir ruhen uns nicht auf Fördergeldern aus. Die sind gut und wichtig für uns, aber wir tun noch mehr als das, was Bund und Land tun“, sagt Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. Klartext: Die 1,67 Millionen Euro staatliche Fördergelder im „DigitalPakt Schule“ werden durch die Stadt noch einmal mehr als verdoppelt. „Zeitgemäßes Lernen ist für die Bildungsgerechtigkeit unerlässlich. Dafür engagieren wir uns und investieren in die Digitalisierung unserer Schulen. Das sind wir den Kindern schuldig“, betont der Bürgermeister.

Am Ibbenbürener Johannes-Kepler-Gymnasium will die Stadt Ende der Ferien mit den „DigitalPakt“-Maßnahmen fertig werden. Die Arbeiten befinden sich auf der Zielgeraden. Sind diese erledigt, wird viel passiert sein: Es werden zum Beispiel fast 100 sogenannte Access-Points entstanden sein. Access-Points, das sind elektronische Geräte, die als Schnittstelle für kabellose Kommunikationsgeräte fungieren. Digitale Endgeräte stellen eine drahtlose Verbindung zum Wireless-Access-Point her, der über ein Kabel mit einem fest installierten Kommunikationsnetz verbunden sein kann. Zusätzlich hat das Kepler noch rund 540 neue EDV-Dosen und rund 850 zusätzliche Steckdosen bekommen. Und stolze 30 Kilometer Datenleitungen – also etwa zehn Mal rund um den Aasee. Zwölf EDV-Schränke wurden auch noch angeschafft.

Auch im Ibbenbürener Goethe-Gymnasium wurde in den vergangenen Monaten fleißig in Sachen „DigitalPakt“ gewerkelt. Die Zahlen: 480 neue EDV-Dosen, rund 770 zusätzliche Steckdosen, 25 Kilometer Datenleitungen und neun neue EDV-Schränke. Das Fördervolumen bei diesem Projekt liegt bei 90 Prozent, ein Zehntel der Kosten muss die Stadt bereits selber tragen. Bei den weiteren zu digitalisierenden Schulen wird dieser Betrag aufgrund der viel zu geringen Fördermittel von Bund und Land noch deutlich steigen.

Die weiteren Schulen, das sind zunächst einmal die Albert-Schweitzer-Grundschule und die Ludwig-Grundschule. In den Ferien ist hier der Projektstart vorgesehen, in der Albert-Schweitzer-Schule ist es schon losgegangen. Auch hier geht es in Sachen Digitalisierung jetzt weiter voran: Access-Points, WLAN, EDV-Schränke – eben all das, was es braucht, um den Kindern schon früh zeitgemäßes Lernen zu ermöglichen. „Es ist wichtig, digitale Kompetenz schon in der Schule als wesentliche Schlüsselkompetenz zu stärken“, sagt der städtische Fachdienstleiter Schulen und Sport, Tristan Lehmann. „Die Anforderungen in diesem Bereich an die heutigen Schülerinnen und Schüler werden im Berufsleben weiter wachsen. Wir wollen sie angemessen vorbereiten.“