Eine Flagge als Symbol für die geschlechterspezifische Lohnlücke
„Equal Pay Day“ am 27. Februar: Aktion des Arbeitskreises Frauen Ibbenbüren
Ibbenbüren, 27. Februar 2026. Familiengründung, Sorgearbeit, die Einteilung in klassische Rollenbilder sowie in frauen- und männertypische Berufe: All diese Faktoren haben einen – zumeist negativen – Einfluss auf die Bezahlung von Frauen. Im Durchschnitt erhalten Frauen 16 Prozent weniger Bezahlung für die Arbeit, die sie leisten, im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. „Dieser sogenannte Gender Pay Gap steigt mit zunehmendem Alter der Frauen stetig“, erklärt Petra Schmiedel, Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Ibbenbüren. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass Frauen aufgrund von Familiengründung statistisch häufiger ihre Erwerbstätigkeit reduzieren oder komplett unterbrechen.
Der diesjährige „Equal Pay Day“ am Freitag, 27. Februar, rückt die Entwicklung der geschlechterspezifischen Lohnlücke im Verlauf des Lebens in den Fokus. Dem Arbeitskreis Frauen Ibbenbüren sowie den städtischen Gleichstellungsbeauftragten Heike Plake und Petra Schmiedel ist es ein großes Anliegen, auf den Equal Pay Day aufmerksam zu machen. Hierzu haben sie nun gemeinsam und für alle sichtbar eine entsprechende Flagge vor dem Kulturhaus Ibbenbüren an der Oststraße gehisst.
Was genau ist der „Equal Pay Day“?
Der Equal Pay Day steht symbolisch für den Gender Pay Gap, also den Unterschied im durchschnittlichen Gehalt von Männern und Frauen. Aktuell liegt diese Differenz – ermittelt vom Statistischen Bundesamt – bei 16 Prozent. Diese Differenz müssen Frauen durchschnittlich länger arbeiten, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. In diesem Jahr fällt dieser Tag (16 Prozent des Kalenderjahres) auf Freitag, den 27. Februar. „Bis zu diesem Tag haben Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen durchschnittlich umsonst gearbeitet“, führt Heike Plake aus. Das Statistische Bundesamt ermittelt für diese Erhebung mit einer europaweit einheitlichen Berechnungsmethode, wie viel geringer der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen im Vergleich zu dem von Männern ausfällt – und zwar über alle Berufe, Branchen, Karrierelevel und Beschäftigungsumfänge hinweg.