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Datum: 04.12.2020

„Folks for Christmas“: Statt Mitmachkonzert ein Weihnachtsalbum

Es weihnachtet in Dur und Moll / CD ist ab dem 8. Dezember erhältlich

»Folks for Christmas«: Statt Mitmachkonzert ein Weihnachtsalbum
»Folks for Christmas« fällt nicht gänzlich flach: Clemens Lügger (Glin Amar), Peter Nagy (Städtische Musikschule, gleichzeitig Glin Amar) und Silke Hilscher-Millich (Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH) (von links) freuen sich über das frisch gepresste Weihnachtsalbum, das ab dem 8. Dezember im beteiligten örtlichen Handel erhältlich ist. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 4. Dezember 2020. Und? Werden denn zu Hause an den Weihnachtstagen die Zäpfchen geschwungen und Weihnachtslieder angestimmt? „Aber natürlich!“, kommt die Antwort prompt, mit Nachdruck und gleichzeitig aus drei Mündern. Peter Nagy, Silke Hilscher-Millich und Clemens Lügger lassen diesbezüglich an den Festtagen nichts aus – und bekennen sich offensiv dazu. „Dann muss die Gitarre her“, sagt Lügger. „Das machen doch hoffentlich noch viele Familien so!“

Das Fest der Feste ohne weihnachtliche Musik – für die drei wie für viele andere schlichtweg undenkbar. Für viele ist die Weihnachtszeit allerdings auch ohne das alljährliche Folks-for-Christmas-Konzert in der evangelischen Matthäuskirche in Ibbenbüren nichts, was man sich bisher vorstellen konnte. Bis die Corona-Pandemie kam und hinsichtlich des populären Mitmachkonzertes bittere Fakten schuf: In diesem Jahr kann das Potpourri folkloristisch-weihnachtlicher Klänge, das unter der Schirmherrschaft von Städtischer Musikschule und der beliebten Folkband Glin Amar steht, nicht live über die Bühne gehen. Wo sonst 600 Besucher Liedern lauschten und beherzt mitsangen, wird diesmal am vierten Advent Leere herrschen. Und Stille.

In diesem weihnachtskulturellen Unglücksfall erwies sich als Quentchen Glück, dass Peter Nagy als Leiter der Städtischen Musikschule gleichzeitig Bandmitglied von Glin Amar ist, ebenso wie sein Amtsvorgänger Clemens Lügger. „Wir hatten als Gruppe ohnehin schon lange den Wunsch, eine Weihnachts-CD einzuspielen“, erzählt Clemens Lügger. Im Februar liefen an drei Tagen im Saal des Kulturhauses Ibbenbüren die Aufnahmesessions zum Album. Als Corona einschlug und Lockdown, Maskenpflicht sowie Distanzgebote griffen, waren die Basisaufnahmen bereits im Kasten. Die weitere Bearbeitung des aufgenommenen Materials, zusätzliche Stimmen hinzufügen, hier und da am Sound feilen – all das konnte in Lüggers digitalem Heimstudio geschehen, unbeschadet vom Knockdown-Lockdown und anderen unangenehmen Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie. „Was die Produktion angeht, hatten wir zum Glück mit keinerlei Einschränkungen zu kämpfen“, sind Lügger und sein Bandkollege Nagy zufrieden.

Jetzt ist das Weihnachtsalbum von Glin Amar fertig produziert und gepresst, dazu in ein schickes Digipak-Cover gehüllt und verkaufsbereit. Es trägt den Titel – und hier schließt sich musikalisch der Kreis – „Folks for Christmas“.

„Wir haben uns als Band den Veranstaltungstitel sozusagen fürs Album ausgeborgt“, sagt Peter Nagy. Eigentlich sogar mehr als das: Die Band hat mit ihrer neuen CD einen kleinen Ersatz für das ausfallende Folks-for-Christmas-Konzert geschaffen. „Die Songauswahl ist tatsächlich stark an den Konzerten in der Matthäuskirche orientiert“, erklärt Nagy. „Viele werden die Lieder kennen oder wiedererkennen.“ Das Textheft zum Album ermöglicht darüber hinaus ein kraftvolles Mitsingen der 14 handverlesenen Weihnachtslieder. Die reichen von einem dudelsackbegleiteten „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ über das ungarische „Schöne Rosenblume“ bis zu englischen und irischen Klassikern à la „Soul Cake“ oder „Christmas in the Old Man‘s Hat“. Es weihnachtet in allen Tonlagen, heiter und besinnlich, in Dur und Moll. Damit gilt: Folks-for-Christmas-Stimmung ist das, was man selbst und zu Hause daraus macht. Qualitativ verzichten muss auch in diesem Pandemiejahr niemand.

Genau an dieser Stelle macht Silke Hilscher-Millich das kreative Duo aus Musikschule und Glin Amar zum Trio: „Folk hat hier eine große Fangemeinde“, weiß die Vertreterin der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH. Und so war es für sie keine Frage, in das Tonprojekt einzusteigen und ihm eine weitere Note – nämlich die des allseits nützlichen Vertriebs – hinzuzufügen. „Wir unterstützen das sehr gerne“, betont Hilscher-Millich, „zumal die CD ihrerseits auch eine Unterstützung des Ibbenbürener Einzelhandels darstellt“. Der hat sich auf ihre Vermittlung hin nämlich neben der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH in die Albumdistribution eingeklinkt, und so findet man „Folks for Christmas“ in gleich mehreren Geschäften in der Innenstadt, aber auch in den beiden großen Ortsteilen Laggenbeck und Püsselbüren. Auf Letzteres habe man gezielt hingearbeitet, so Silke Hilscher-Millich. Das Vertriebsnetzwerk steht.

Warten muss die geneigte Hörerschaft auf den stimmungsvollen Ohrenschmeichler natürlich nicht bis zum Erscheinen des Christkindes. Sie braucht ihre Vorfreude sogar – und damit nähern wir uns dem Schlussakkord dieser guten Nachricht im über Gebühr coronabeherrschten Advent – nur noch wenige Tage zu zügeln und kann dann zum Erwerb schreiten: Das Album „Folks for Christmas“ wird ab kommenden Dienstag, 8. Dezember, zum Preis von 15 Euro in den an der Aktion beteiligten Geschäften erhältlich sein. Freuet euch all‘! Und singt mit!