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Datum: 08.12.2025

Ein Vormittag voller Musik und Anerkennung

Preisträgerkonzert der Musikschule Ibbenbüren-Hörstel

20251208 - Ein Vormittag voller Musik und Anerkennung
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2025 nach der Preisverleihung. (Foto: Musikschule Ibbenbüren-Hörstel)

Ibbenbüren, 8. Dezember 2025. Ein voll besetzter Saal, ein hochklassiges und vielseitiges Programm sowie große musikalische Bandbreite prägten das diesjährige Preisträgerkonzert der Musikschule Ibbenbüren-Hörstel. Insgesamt standen 18 vorspielende Künstlerinnen und Künstler aus einem Kreis von 51 Preisträgerinnen und Preisträgern im Alter von 8 bis 47 Jahren auf der Bühne. Das Konzert machte eindrucksvoll sichtbar, wie lebendig, vielfältig und qualitätsorientiert die Arbeit der Musikschule ist.

Den Auftakt gestaltete Pauline Freiberger am Klavier mit dem Allegro con spirito aus Muzio Clementis Sonatine D-Dur op. 36 Nr. 6. Mit klarem Anschlag und sicherem musikalischem Gespür eröffnete sie den Konzertvormittag. Anschließend überzeugte Finnja Görnandt auf der Blockflöte mit dem temperamentvollen Presto aus Georg Philipp Telemanns Partita e-Moll.

Einen ersten kammermusikalischen Akzent setzte das Blockflötenensemble Flauto Dolce mit Say, you will be mine von Christoph Lipport. Emma Hegemann, Luise Lagemann und Julika Achilles präsentierten sich dabei als geschlossenes Ensemble mit feinem Zusammenspiel. Darauf folgte Jan Brill an der Gitarre, begleitet von seinem Lehrer Gunnar Brinkmann, mit dem traditionellen Stück La Rossignol, das beide klanglich differenziert gestalteten.

Mit dem Flötentrio von László Zempléni bewiesen Marie Breulmann, Jana Krieger und Helena Nockemann, wie souverän junge Musikerinnen anspruchsvolle kammermusikalische Literatur umsetzen können. Emely Schultheis am Klavier brachte anschließend Debussys Golliwogg’s Cakewalk mit rhythmischer Präzision und großer Spielfreude auf die Bühne.

Barocke Klangfarben folgten mit der Sonate D-Dur op. 25 von Jacques Aubert: Samuel Wall überzeugte auf der Violine, begleitet von seiner Lehrerin Bela Berkemer-Makharadze. Nach der anschließenden Zeugnisübergabe durch Bürgermeister Dr. Schrameyer setzte sich das Programm bewusst mit moderneren Stilrichtungen fort.

David Lehmeier interpretierte Vanesa Carltons A Thousand Miles am Schlagzeug, gefolgt von Nikita Maier, der Kai Stensgaards Spanish Dance souverän auf dem Marimbaphon präsentierte. Einen besonderen Moment schuf Carl Philipp Bräuning mit Stefan Schäfers Stück Gespräch für Kontrabass, begleitet von Birgit Kipp am Klavier.

Sarah Sophie Kuck interpretierte an der Gitarre mit Valse sem Nome von Baden Powell de Aquina ein Werk aus dem Bereich der brasilianisch geprägten Gitarrenliteratur. Kilian Lambers stellte anschließend mit seinem eigenen Werk No Way Back am Klavier auch zeitgenössisches Komponieren vor. Emotional und ausdrucksstark präsentierte Josephine Enkhaus Adeles Hometown Glory im Bereich Gesang.

Den Abschluss des Konzerts gestaltete Marie Berkemer am Violoncello mit Andrea Holzer-Rhombergs Fantasia Hungarica, begleitet von ihrer Mutter Bela Berkemer-Makharadze am Klavier – ein eindrucksvolles Finale, das mit langem Applaus gewürdigt wurde.

In seiner kurzen Ansprache betonte Bürgermeister Dr. Schrameyer, wie wichtig eine starke musikalische Grundausbildung sei. Nur dort, wo musikalische Bildung in der Breite verlässlich gefördert werde, könne sich langfristig auch besondere Leistung an der Spitze entwickeln. Musikschulleiter Michael Biewald griff diesen Gedanken auf und gab die Anerkennung an die engagierten Lehrkräfte sowie an die Eltern weiter, die die musikalische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler mit Vertrauen und kontinuierlicher Unterstützung tragen. Ein besonderer Dank galt zudem dem Förderverein der Musikschule, der mit großem Engagement viele Projekte ermögliche.

Das Preisträgerkonzert zeigte sich damit nicht nur als Leistungsschau, sondern als Ausdruck einer Musikschule, die für musikalische Entwicklung, individuelle Förderung, gemeinsames Musizieren und hohe Qualität steht – und die eindrucksvoll unter Beweis stellte: Hier wächst musikalische Zukunft.