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Datum: 25.09.2020

Fair geht vor

Infostand auf dem Wochenmarkt: Werbung für bewusste Kaufentscheidungen

Fair geht vor
Das Gespräch gesucht und Informationen vermittelt: Nicht zuletzt engagierte Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums sorgten dafür, dass nützliche Infobroschüren in die Hände von Wochenmarktbesuchern gelangten. Ein Infostand der Fairtrade-Steuerungsgruppe bot zusätzlich fair gehandelte Waren an. (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Ibbenbüren, 25. September 2020. Mit bewusstem Handel und gezieltem Einkauf Gerechtigkeit für Produzenten im globalen Süden schaffen – wie das auf verschiedenen Ebenen funktionieren kann, demonstrieren in diesen Tagen deutschlandweit zahlreiche Aktionen im Rahmen der Fairen Woche. Auch auf dem Ibbenbürener Wochenmarkt war heute der Faire Handel Thema. Aktive der Lokalen Agenda und der Fairtrade-Steuerungsgruppe hatten hierzu am Neumarkt einen Infostand platziert.

Kaffee und Tee, Süßriegel und Schokolade, Gebäck und Geschenkartikel – das Angebot des Standes zeigte beispielhaft auf, dass Konsumenten inzwischen in zahlreichen Bereichen durch ihre Kaufentscheidung Gerechtigkeitsaspekte setzen können. Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums verteilten zudem Infomaterialien an Marktbesucher.

Offizielle Anerkennung nicht zuletzt für die engagierten Jugendlichen gab es, als Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer am Stand vorbeischaute. Der Verwaltungschef wies in Gesprächen unter anderem auf die Initiative zu einem Lieferkettengesetz hin und machte deutlich, dass fairer Handel ein Thema von gesellschaftlichem Rang ist: „Fair Trade ist ebenso wichtig wie Kinderschutz“, ließ Dr. Schrameyer keinen Zweifel an der Bedeutung des Themas in der wirtschaftspolitischen Diskussion.

Seit 2009 können sich Kommunen in Deutschland um den Titel Fairtrade-Stadt, Fairtrade-Kreis oder Fairtrade-Gemeinde bewerben. Die Kampagne ist jedoch nicht auf Deutschland beschränkt, sondern läuft international. Insgesamt bringen aktuell über 1400 Fairtrade Towns ihr Gewicht auf die globale Gerechtigkeits-Waage. In allen diesen Kommunen haben sich Beteiligte aus Politik, Bürgerschaft und Wirtschaft vernetzt, um auf ihrer Ebene den Fairen Handel zu fördern. Ibbenbüren ist seit 2014 Fairtrade-Stadt.