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Erfahrungsberichte

In den Texten auf dieser Seite berichten unsere Auszubildenden über ihre Erfahrungen während der Ausbildung.

Bachelor of Arts (Soziale Arbeit) (Duales Studium)

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Bachelor of Arts (Soziale Arbeit) (Duales Studium)
Lea Kerk (Foto: privat)
Hallo, mein Name ist Lea Kerk, ich bin 21 Jahre alt und absolviere seit September 2019 bei der Stadt Ibbenbüren mein duales Studium Bachelor of Arts (Soziale Arbeit).

Damit du dir den Ablauf des Studiums besser vorstellen kannst, berichte ich dir von meinen persönlichen Erfahrungen aus der Theorie sowie aus der Praxis.

Wie du vermutlich bereits gelesen hast, wirst du an der SRH-Hochschule in Hamm studieren und deine Praxisphasen finden im Jugendamt der Stadt Ibbenbüren statt. Du wirst im Blockunterricht studieren, das heißt, dass du jeweils drei Monate an der Hochschule deine Theoriephasen hast und drei Monate in der Praxisphase im Jugendamt der Stadt Ibbenbüren bist.

Zu den Theoriephasen kann ich dir sagen, dass die Hochschule sehr gut aufgestellt ist. Es wird im Klassenverband unterrichtet. Meine Klasse besteht aus ca. 25 Student*innen, was eine wirklich gute Größe ist.

Die Hochschule ist an sich sehr klein und es wird nach dem CORE-Prinzip gelehrt. CORE steht für "Competence Oriented Research and Education", ein CORE-Block geht über fünf Wochen, in der Zeit wird ein bestimmter Themenkomplex gelehrt, nach den fünf Wochen findet in der sechsten Woche eine Prüfung statt. Danach findet wieder ein fünfwöchiger CORE-Block statt mit einem anderen Themenschwerpunkt und anschließender Prüfung.

Durch das CORE-Prinzip hast du einen guten Austausch mit deinen Kommilitonen*innen, weil ihr viele Aufgaben zusammen in Gruppenarbeiten erarbeiten müsst. Die Professoren stehen dabei immer für Fragen an eurer Seite.

Außerdem sind die Professoren fachlich sehr gut aufgestellt und vermitteln die einzelnen Themen wirklich gut. Sie versuchen dich immer wieder zu fordern und zu fördern. Auch wenden die Professoren immer wieder verschiedene Methoden an, damit der Unterricht nicht eintönig wird. Das gefällt mir wirklich sehr gut, weil du dich mit den verschiedenen Themen unterschiedlich auseinandersetzen kannst und nicht nur zuhören musst, sondern selbst aktiv wirst.

Zu den Prüfungen kann ich dir sagen, dass die Hochschule sehr bemüht ist, dass jeder die Prüfungen besteht. Bei Fragen kann immer der/die Professor*in oder das Prüfungswesen angesprochen werden.

Die Prüfungsformen variieren von Semester zu Semester. In meinem ersten Semester haben wir einen Test über die Geschichte der Sozialen Arbeit geschrieben und ich musste eine Hausarbeit über ein Handlungsfeld der Sozialen Arbeit verfassen.

Natürlich musst du auch während deiner Praxisphase einen Praxisbericht schreiben und der Hochschule vorlegen. Dies war im ersten Semester ein Praxis-Theorie Transfer. Ich musste eine Theorie, welche ich in der Theoriephase kennengelernt habe, auf die Arbeit im Jugendamt anwenden und Vergleiche ziehen. Des Weiteren musste ich einen Kompetenzbericht verfassen und vorlegen.

Für die Theoriephase habe ich mir in Hamm ein WG-Zimmer gesucht, damit ich nicht jeden Tag pendeln muss. Du kannst natürlich auch jeden Tag pendeln, da die Hochschule ein Semesterticket stellt. Für mich kam das aber nicht in Frage, weil dann sehr viel Zeit verloren geht.

In meiner ersten Praxisphase war ich hauptsächlich im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes der Stadt Ibbenbüren tätig. Ich wurde von meinen Kollegen*innen sehr gut aufgenommen und langsam und sicher an allen Aufgaben herangeführt. Das ASD-Team ist wirklich super und sehr bemüht, dass ich so viel wie möglich aus der Praxis mitnehmen kann.

Meine Aufgaben bestanden darin, dass ich meine Kollegen*innen zu verschiedenen Gesprächen begleiten durfte, seien es Hilfeplangespräche, Umgangsgespräche oder bei Gesprächen mit den freien Trägern. Außerdem durfte ich an Gerichtsterminen teilnehmen und auf Hausbesuche mitkommen. Ich hatte aber in allen Gesprächen die Aufgabe der Beobachterin, damit ich die Vorgehensweise besser nachvollziehen kann und langsam an alle Aufgaben herangeführt werde.

Außerdem habe ich viel mit verschiedenen Akten gearbeitet und mich in die einzelnen Fälle eingelesen, damit ich besser verstehen konnte, warum welche Hilfen installiert werden und damit ich die Vorgeschichte der Klienten*innen erfahre und die Gespräche besser verstehe.

Des Weiteren durfte ich an den Teamgesprächen teilnehmen. In diesen Gesprächen werden die Fälle besprochen und eingeschätzt, welche Hilfen installiert werden und die jeweilige Fachkraft beraten, wie er/sie in den einzelnen Fällen weiter vorgehen kann.

Die Arbeit ist wirklich sehr interessant und abwechslungsreich. Ich könnte dir noch viel mehr davon berichten, aber so hast du erstmal einen groben Überblick. Natürlich gehört auch viel Aktenarbeit dazu und ich musste zu den einzelnen Gesprächen Vermerke schreiben.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick in das Studium geben und dass du dir etwas mehr darunter vorstellen kannst.

Über den folgenden Link erhältst du ergänzende Infos zum Studium: https://www.fh-hamm.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Praxishandbuch_SA_DUAL2020_online.pdf

Bis dann!

Lea Kerk

Bachelor of Engineering (Bauingenieurwesen)

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Bachelor of Engineering (Bauingenieurwesen)
Imke Lövvelt (Foto: privat)

Hallo, mein Name ist Imke Lövvelt, ich bin 20 Jahre alt und mache seit August 2019 ein duales Studium als Bachelor of Engineering (Bauingenieurwesen) bei der Stadt Ibbenbüren. Damit du ein besseres Bild von den Aufgaben in der Theorie als auch in der Praxis bekommst, berichte ich im Folgenden von meinen bisher gesammelten Eindrücken und Erfahrungen.

Das duale Studium dauert insgesamt vier Jahre. Nach den vier Jahren hat man gleich zwei Abschlüsse: Zum einen die Ausbildung als Bauzeichner/in, die auf zwei Jahre verkürzt wird und zum anderen den Bachelor of Engineering. In dem nächsten Absatz gebe ich dir eine kurze Übersicht wie die vier Jahre ablaufen.

1. Ausbildungsjahr = Zwei Tage die Woche findet die Berufsschule in Rheine für Bauzeichner/innen statt. Zwischendurch sind samstags Vorkurse für die FH Münster mit Präsenzveranstaltungen sowie Online-Sitzungen.
2. Ausbildungsjahr = Hier findet ein Tag die Woche die Berufsschule statt. Ab Oktober beginnt das Semester an der FH Münster, sodass man von da an vier Tage die Woche zur FH Münster und einen Tag zur Berufsschule geht.
3. Ausbildungsjahr = Man hat die Ausbildung als Bauzeichner/in beendet, sodass lediglich in den Semestern die Vorlesungen an der FH Münster besucht werden und man in den Semesterferien bei der Stadt Ibbenbüren eingesetzt wird.
4. Ausbildungsjahr = läuft genauso ab wie das dritte Ausbildungsjahr.

Natürlich gehst du während der Ausbildung auch durch verschiedene Fachdienste, damit du alle Bereiche, die mit der Ausbildung zusammenhängen, kennenlernst.

In dem ersten Ausbildungsjahr (in dem ich mich gerade befinde) beginnst du erst einmal in deinem über die Ausbildung hinaus vorhergesehenen Fachdienst. Das ist bei mir der Straßenbau. Dort lernst du die Programme, die Zeichentafel und viele andere Dinge kennen. Außerdem bekommst du eine Einführung in die verschiedenen Planarten.

Danach wechselst du erst einmal die Fachdienste vom Hochbau zur Geoinformation, Stadtplanung und Kanalbau. In diesen Fachdiensten wirst du auch erst mit den vielen verschiedenen Programmen und deren üblichen Tätigkeiten bekannt gemacht.

Am Ende des ersten Ausbildungsjahres steht noch ein Baustellenpraktikum an, welches ca. vier bis sechs Wochen geht. Aus Erfahrungen kann ich sagen, dass es sehr interessant ist, weil man die Arbeit aus einem komplett anderen Winkel betrachten kann.

In dem zweiten Jahr der Ausbildung für Bauzeichner/innen bist du hauptsächlich in deinem eigentlichen Fachdienst. Da das Studium nicht nur aus dem Straßenbau, sondern auch aus dem Kanalbau und der Stadtentwässerung besteht, wirst du ebenfalls in diesem Fachdienst für ca. drei Monate sein.

Für die Semester an der FH Münster suche ich mir ein WG-Zimmer oder ähnliches, damit ich nicht jeden Tag pendeln muss. Du kannst natürlich auch jeden Tag pendeln, da die FH ein Semesterticket zur Verfügung stellt. Für mich ist das aber keine Option, da man meiner Meinung nach dann nicht den engen Kontakt zu den Kommilitonen/innen hat und außerdem sehr viel Zeit durch den täglichen Weg verloren geht.

Zu dem Studium an sich kann ich leider noch nicht viel sagen, da es bei mir erst bald beginnt.

Die Arbeit ist wirklich sehr interessant und abwechslungsreich, da man auch häufiger in die Außendienste der Techniker und Bauingenieure mitgenommen wird.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Einblick in das duale Studium geben, sodass du dir etwas mehr darunter vorstellen kannst.

Bis bald!

Imke Lövvelt

Bachelor of Laws (Inspektoranwärter/in) (Duales Studium)

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Bachelor of Laws (Duales Studium)
Gerrit Brüggemeyer (Foto: privat)

Hallo, ich heiße Gerrit Brüggemeyer, bin 22 Jahre alt und absolviere seit September 2019 mein duales Studium zum Bachelor of Laws (Inspektoranwärter) bei der Stadt Ibbenbüren.

Vor Antritt des dualen Studiums habe ich bereits im Sommer 2018 die zweijährige Ausbildung zum Verwaltungswirt bei der Stadt Ibbenbüren erfolgreich abgeschlossen. Nach Abschluss der Ausbildung erhielt ich meine eigene Stelle im Jugendamt. Dort war ich unter anderem zuständig für die Bewilligung von ambulanten Familienhilfen und die Kostenbeitragsberechnung für die Kindertagespflege.

Da mir die Arbeit bei der Stadt Ibbenbüren sehr viel Freude bereitet, habe ich mich dazu entschieden, mich für das duale Studium zu bewerben und mich so weiterzubilden. Nach erfolgreichem Einstellungstest und Vorstellungsgespräch bekam ich dann die Chance, das duale Studium zu absolvieren.

Damit du dir den Ablauf des dualen Studiums besser vorstellen kannst, berichte ich dir im Folgenden von meinen bisherigen Erfahrungen aus der Theorie sowie aus der Praxis.

Das dreijährige duale Studium zum Bachelor of Laws beginnt am 1. September und verläuft blockweise. Die vier theoretischen Abschnitte absolvierst du an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) in Münster. Dort wirst du in einem Kurs mit ca. 25 Studierenden aus anderen Stadt- und Kreisverwaltungen unterrichtet. Dies ist eine angenehme Kursgröße, da so eine aktive Teilnahme an den Vorlesungen möglich ist. Die meisten Dozenten halten ihre Vorlesungen anhand von Präsentationen ab. Im Anschluss der Vorlesungen stellen sie diese online zur Verfügung, sodass die Nacharbeitung des Unterrichtsstoffs sowie die Vorbereitung auf anstehende Prüfungen problemlos möglich ist. Die unterrichteten Fächer an der HSPV sind sehr vielfältig und haben einen engen Praxisbezug. In dem Großteil der Fächer arbeitest du mit Gesetzen und musst diese sowohl im Unterricht sowie auch in den Prüfungen entsprechend anwenden. Die Dozenten sind sehr qualifiziert und stehen dir bei Fragen und Problemen jederzeit zur Seite.

Die theoretischen Abschnitte an der HSPV enden mit Fachgesprächen, Hausarbeiten und Klausuren. Die Klausurenphasen sind meiner Meinung nach der anstrengendste bzw. stressigste Teil des Studiums, für die du viel lernen musst. Allerdings versuchen die Dozenten, dich bestmöglich auf die Prüfungen vorzubereiten.

Zwischen den theoretischen Abschnitten an der HSPV absolvierst du insgesamt fünf Praxisphasen in den verschiedenen Fachdiensten der Stadtverwaltung. Dort erhältst du einen Einblick in interessante und vielfältige Aufgabenbereiche und kommst bereits mit Bürgern in Kontakt. Die Kolleginnen und Kollegen in den Fachdiensten sind super nett und helfen dir bei Fragen und Problemen jederzeit weiter.

Zum Ende einer jeden Praxisphase hältst du eine Praxisprüfung ab. Das heißt, du bekommst eine Aufgabe und hast einen Arbeitstag lang Zeit, diese zu bearbeiten. Im Anschluss stellst du deine Lösung dem Ausbilder des jeweiligen Fachdienstes und der Ausbildungsleitung in einer ca. 15 minütigen Präsentation vor.

Meine erste Praxisphase absolviere ich zurzeit in der Verwaltung des Ibbenbürener Bau- und Servicebetriebs (Bibb). Dort erhalte ich als Schwerpunkt einen Einblick in die Finanzverwaltung des Bibb. Ich habe dort bereits den Jahresabschluss des Jahres 2019 mit durchgeführt und den zweiten Quartalsbericht des Jahres 2020 mit aufgestellt. Neben dem Schwerpunkt im Bereich der Finanzverwaltung erhalte ich unter anderem einen Einblick in die Bearbeitung von Sperrmüllanmeldungen oder den Erlass von Bußgeldbescheiden an Bürger, die beispielsweise der Reinigungspflicht von öffentlichen Verkehrsflächen entlang ihres Grundstücks nicht nachkommen.

Nach meiner Praxisphase am Bibb werde ich den dritten theoretischen Abschnitt an der HSPV absolvieren und daraufhin die nächsten zwei Praxisphasen in der Personalabteilung und im Sozialamt durchlaufen.
Insgesamt kann ich sagen, dass das Studium sehr abwechslungsreich und interessant ist. In den Praxisphasen erhältst du viele Einblicke in die verschiedenen Aufgabenbereiche der Stadtverwaltung und wirst aktiv in die Bearbeitung der Aufgaben mit einbezogen. Die theoretischen Abschnitte an der HSPV sind zwar teilweise stressig, allerdings erhältst du von den Dozenten und Arbeitskollegen eine super Unterstützung, sodass du die Prüfungen erfolgreich absolvieren wirst.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick über das duale Studium zum Bachelor of Laws geben und freue mich, wenn wir uns vielleicht schon bald im Rathaus über den Weg laufen.

Gerrit Brüggemeyer

Bauzeichner/in (Fachrichtung Architektur)

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Bauzeichner/in (Fachrichtung Architektur)
Jasmin Bertogne (Foto: privat)

Hallo, mein Name ist Jasmin Bertogne, ich bin 22 Jahre alt und absolviere seit August 2018 meine Ausbildung zur Bauzeichnerin mit dem Schwerpunkt Architektur bei der Stadt Ibbenbüren.

Während meiner Ausbildung gehe ich ein- bis zweimal die Woche zum Berufskolleg in Rheine. Dort wird mir in den Bautechnikfächern wie Baukonstruktion, Bauentwurfsplanung und Bauausführungsplanung alles zum Thema Bauen beigebracht. Zu den Themen gehören, wie man ein Bauwerk aufnimmt, eine Treppe konstruiert, ein Dachtragwerk entwirft, ein Baugrundstück erschließt oder wie eine Geschossdecke aufgebaut ist und noch vieles mehr. Diese Themen sind in Lernfelder unterteilt. Diese Lernfelder werden dem entsprechenden Fach zugeordnet.

Zusätzlich zu den berufsbezogenen Fächern wurden mir in den ersten beiden Ausbildungsjahren weitere Kenntnisse in den allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Politik, Religion, Sport, Englisch und Wirtschaft übermittelt. Im dritten Jahr werde ich in meinem Schwerpunkt Architektur vertiefend unterrichtet. Ansonsten werde ich als Nebenfach nur noch Wirtschaft haben, da es als einziges Fach letztendlich prüfungsrelevant ist.

Grundsätzlich bin ich bei der Stadt Ibbenbüren im Facility-Management tätig. Dort unterhalten wir alle städtischen Gebäudenund sorgen dafür, dass diese baulich sowie technisch top aufgestellt sind. Zu den Gebäuden gehören zum Beispiel die Schulen mit ihren Sporthallen, Friedhofsgebäude, Parkhäuser oder die Dorfgemeinschaftshäuser. Unter anderem entwerfen wir auch neue bauliche Objekte.

Was ich wirklich gut finde, ist, dass man bei der Stadt Ibbenbüren in verschiedene Bereiche und Fachdienste hinein schnuppert, die auch für die Ausbildung wichtig sind. Während meiner Ausbildung war ich schon bei der Stadtplanung und dort habe ich alles zum Thema Bebauungspläne kennengelernt. Des Weiteren war ich im Tiefbau, wo ich einiges über den Straßenbau und Kanalbau erfahren habe.

Zurzeit bin ich bei der Bauordnung, was mich bis jetzt am meisten an meiner Ausbildung interessiert. Hier lerne ich etwas über das Baurecht kennen, in dem ich zu verschiedenen Terminen mitgenommen werde und auch mal selber Bauanträge prüfen darf. Bei den Terminen geht es zum Bespiel um Baulasten oder die gestellten Bauanträge, aber auch Veranstaltungen müssen von der Bauordnung genehmigt werden. Beispielsweise wird bei der Kirmes kontrolliert, ob die Rettungswege eingehalten werden und ob die Prüfbücher der Fahrgeschäfte auf dem aktuellsten Stand sind.

Im Sommer 2019 habe ich ein zweimonatiges Praktikum auf einer Baustelle absolviert. Auf dieser Baustelle wurde ein Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage errichtet. Was sehr gut war, ist, dass ich das Objekt von Anfang an begleiten konnte. In diesen zwei Monaten habe ich viel über das Kellergeschoss und die Fundamente lernen können. Zudem war ich sehr überrascht, wie groß solche Fundamente dimensioniert sein können. Ich kann es nur empfehlen, ein Praktikum auf einer Baustelle zu machen, denn nur so sieht man, wie die Zeichnung auf dem Papier ins Wirkliche umgesetzt wird.

Ich hoffe, dass ich Dir einen groben Einblick in meine Arbeits- und Ausbildungswelt geben konnte.

Bis dann!

Jasmin Bertogne

Bauzeichner/in (Fachrichtung Tiefbau)

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Bauzeichner/in
Laura Nieland (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Moin moin! Mein Name ist Laura Nieland, ich bin 23 Jahre alt und habe meine Ausbildung zur Bauzeichnerin mit Schwerpunkt Tiefbau im Sommer 2020 bei der Stadt Ibbenbüren abgeschlossen.

Damit du dir den Ablauf der Ausbildung bei der Stadt Ibbenbüren besser vorstellen kannst, berichte ich dir von meinen persönlichen Erfahrungen aus der Praxis sowie aus der Theorie.

Als meine Ausbildung begann, hatte ich gerade mein allgemeines Abitur abgeschlossen. Aber keine Panik, du brauchst für diese Ausbildung kein Abitur, sondern eine Fachoberschulreife oder einen gleichwertigen Bildungsstand.

Während meiner ersten Tage bei der Stadt Ibbenbüren konnte ich einen ersten Eindruck über die Stadtverwaltung gewinnen und dieser war: „Wow! Es gibt so viele verschieden Fachdienste, die zusammenwirken.“ Ich und meine Mitazubis haben 2 Tage lang (für euch sind es heute schon 5 Tage) z.B. das Aaseebad besucht und Bereiche gesehen, die man als Badegast nicht sehen dürfte. Zudem befand sich das „Technische Rathaus“ noch im 4.OG des Rathauses, wo sich heute der Soziale Bereich befindet. Der Umzug der technischen Abteilung fand im Februar/März 2018 statt, da war ich gerade ein halbes Jahr dabei und ich muss sagen, dass ich so die Mitarbeiter in meinen Bereich besser kennen lernen konnte und einen besseren Überblick hatte, welche Abteilungen dazu gehören.

Die Ausbildung zur Bauzeichnerin dauert insgesamt drei Jahre, es sei denn, man ist ein Überflieger in der Schule, denn dann könnte man auf zwei oder zweieinhalb Jahre verkürzen. Empfehlen würde ich dies für Bauzeichner/-innen mit Schwerpunkt Tiefbau allerdings nicht, denn die fachbezogenen Themen werden erst im dritten Lehrjahr vermittelt.

Nach meinem ersten Ausbildungsjahr, in dem ich schon ein paar Abteilungen, wie die Stadtplanung, die Geoinformation und den Straßenbau durchlaufen habe, begann ich mein erstes Tiefbau-Baustellenpraktikum. Dies ist eine super Erfahrung gewesen, da ich hautnah miterleben konnte, wie die Pläne umgesetzt wurden, bei denen ich mitgewirkt habe. Die Baustelle befand sich an der Gottschalkstraße in Ibbenbüren. Zunächst wurde der Regenwasserkanal erneuert und anschließend die Straße in Pflasterbauweise ausgebaut. Das Pflaster wurde per Hand verlegt, da eine Verlegemaschine nicht verwendet werden konnte. Danach war ich topfit.

Im zweiten Lehrjahr war ich für eine kurze Zeit im Hochbau tätig und habe mein zweites Baustellenpraktikum bei einer Dachbaufirma absolviert, denn in der Zwischenprüfung werden hauptsächlich Themenbereiche zum Hochbau abgefragt. Gleichwohl auch räumliches Vorstellungsvermögen und freies Zeichnen ohne Hilfsmittel.

Im letzten Ausbildungsjahr bin ich in meinem Fachbereich unterwegs gewesen. Im Kanalbau habe ich z.B. kennengelernt, wie man ein Kanalrohr dimensioniert oder wie ein Kontrollschacht eingebaut wird. Im Straßenbau waren/ sind meine Aufgaben z.B. Grundlagenpläne und Ausbaupläne zu erstellen. Während meiner Ausbildung haben mich meine Kollegen zwischendurch mal mit auf die Baustelle genommen und mir erläutert, wie etwas auf der Baustelle funktioniert und das auch mal etwas anders laufen kann als geplant.

Das Berufskolleg befindet sich in Rheine, wo ich ein- bis zweimal die Woche in den Hauptfächern, wie Baukonstruktionstechnik, Bauentwurfsplanung und Bauausführungsplanung, unterrichtet wurde. Im ersten Lehrjahr hat man dazu noch die Nebenfächer Deutsch, Politik, Religion, Sport und Wirtschaft, wobei Wirtschaft in allen drei Ausbildungsjahren unterrichtet wird. Im zweiten Lehrjahr wird zudem fachbezogenes Englisch gelehrt. Die Lehrer sind allesamt in Ordnung und versuchen einem bestmöglich den Lernstoff zu vermitteln.

Am Anfang der schulischen Ausbildung fällt einem auf, dass es viele Gruppenarbeiten gibt. Das fand ich sehr sinnvoll, denn dadurch konnte ich meine Mitschüler gut kennenlernen und habe Anschluss in der Klasse gefunden. Für die Klausuren bzw. Klassenarbeiten haben wir dann Lerngruppen gebildet und zusammen gelernt.

Im dritten Lehrjahr wird die Klasse in die Schwerpunkte aufgeteilt. In meinem Schwerpunkt waren wir noch sechs Schüler, was eigentlich eher seltener vorkommt, aber sehr gut war, denn so konnten wir uns besser über die Themen austauschen. In Wirtschaft werden noch alle zusammen unterrichtet. Das fand ich ganz gut, denn dann hat man die anderen Mitschüler nochmal gesehen und gesprochen. Es kann auch mal sein, dass man zeitgleich vom selben Lehrer unterrichtet wird, was sich immer als sehr schwierig herausgestellt hat. Aber jeder hatte dort seine Aufgaben und bei Fragen konnte man den Lehrer trotzdem fragen.

Im zweiten Halbjahr des dritten Lehrjahrs wurde von uns viel verlangt, da Corona vor der Tür stand. Die Schule wurde geschlossen und der Lernstoff konnte nur erschwert vermittelt werden. Wir standen kurz vor unserer Abschlussprüfung, die letztendlich auch verschoben wurde. Unser Lehrer hat versucht, uns den Lernstoff per E-Mail näher zu bringen. Zudem konnten wir nicht mehr in Gruppen zusammenarbeiten und waren quasi auf uns allein gestellt. Dann kam ich auf die Idee, alles nochmal zusammen zu schreiben und hatte anschließend mein eigenes Fachbuch geschrieben, womit ich die Prüfung zuletzt bestanden habe. Und keine Sorge, die Lehrer sind stets bemüht, dass jeder die Prüfung besteht.

Ich hoffe, ich konnte dir einen groben Überblick über die Ausbildung und ihre Inhalte bieten.

Liebe Grüße aus dem Technischen Rathaus,

Laura Nieland

Fachangestellte/r für Medien und Informationsdienste - Fachrichtung Bibliothek

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Fachangestellte(-r) für Medien und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliotheken
Judith Schindler (Foto: privat)

Hallo, mein Name ist Judith Schindler und seit dem 1. August 2019 mache ich meine Ausbildung als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek bei der Stadtbücherei Ibbenbüren.

Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, dann bin ich keine Bibliothekarin, sondern Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, kurz genannt auch FaMI. Wir Famis kennen für gewöhnlich nicht den Gesamtbestand der Bücherei auswendig und wir haben auch nicht jedes Buch in der Bücherei gelesen. Das ist auch gar nicht notwendig, denn dafür haben wir ein Online-Portal. Tatsächlich musste ich auch noch kein einziges Mal „Pscht“ sagen! Dies liegt an dem Konzept der Bücherei, denn unser Ziel ist es, ein „dritter Ort“ zu sein. Das heißt, dass man nicht nur hier hinkommt, um Medien auszuleihen, sondern auch, um sich mit seinen Freunden zu treffen oder um hier zu lernen. Und nein, wir lesen auch nicht den ganzen Tag, denn dafür haben wir (leider) gar keine Zeit.

Tatsächlich ist die Arbeit in der Bücherei sehr vielfältig und abwechslungsreich und das typische Ausleihen und Zurückbuchen gehört noch nicht einmal mehr dazu. Tatsächlich können unsere Leser jetzt fast alle Medien an unseren Selbstverbuchern selbstständig ausleihen und an unserer Außenrückgabe und an den Rückgaberegalen zurückgeben. Bei der Kundenarbeit ist es dann unsere Aufgabe, den Lesern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ihnen die Technik zu erklären, bei Fragen zu helfen oder neue Mitglieder in unser System aufzunehmen. Denn all diese Dinge laufen mittlerweile digital und nicht mehr mit den Buchkarten, die man vielleicht noch aus der kleinen Bücherei von nebenan kennt.

Natürlich gehört auch das Beschaffen neuer Medien dazu. Darunter fallen die Medien zu bestellen, zu folieren, einzuarbeiten und die Rechnungen zu bearbeiten. Wenn ein Medium defekt zurückgegeben wird, müssen wir dies erst überprüfen, wenn es sich um ein Konsolenspiel, eine CD oder eine DVD handelt und danach arbeiten wir das vom Leser ersetze Medium ein.

Ein anderer Aufgabenbereich ist das Planen und Durchführen von Veranstaltungen. Dazu gehört das Gestalten von Flyern und Plakaten sowie das Auf- und Abbauen und die Nachbereitung. Ein Beispiel hierfür sind die Gaming Fridays, die in den Ferien stattfinden. Die Kinder können vorbeikommen, um gemeinsam Konsolenspiele zu spielen. Dafür wird jede Woche eine andere Konsole zur Verfügung gestellt und es muss auch immer ein Mitarbeiter anwesend sein, der die Veranstaltung betreut.

Auch die Arbeit mit den Schulen und anderen Institutionen ist ein wichtiger Aufgabenbereich. Wir bieten Führungen zu verschiedenen Themen an und die Institutionen können bei uns Material in Form von Kisten ausleihen, welche dann entweder schon fertig gepackt sind oder die wir individuell nach Thema und Art der Einrichtung aus unserem Büchereibestand zusammenstellen. Das kann z.B. für die Schulen Unterrichtsmaterial zum Thema Programmieren sein, wofür es verschiedene Gegenstände wie Roboter oder Vorrichtungen für Tablets gibt, womit die Kinder dann spielerisch den Grundsatz des Programmierens erlernen. Es gibt aber auch Kisten für andere Einrichtungen wie die Seniorenheime. Hierfür stellen wir zu verschiedenen Themengebieten Materialien zusammen, welche unter anderem die Denkleistung erhöhen oder Erinnerungen wecken sollen. Ein Thema war der Bergbau, bei dem der Koffer einen Helm, ein Stück Kohle und Nachbildungen der Werkzeuge von damals beinhaltete. Für die Vorbereitung dieser Institutionskisten müssen wir nicht nur die Materialien besorgen, sondern auch die technischen Gegenstände wie die Roboter testen.

Ein anderer Arbeitsbereich ist der Makerspace, bei dem man Bastelmaterialien und Spielsachen findet, die die Leser verwenden können. Außerdem gibt es Geräte wie einen 3D-Drucker oder einen Plotter, welche die Kunden selbstständig benutzen dürfen. Um die Frage zu vermeiden, wie diese Geräte funktionieren, haben wir Tutorials dazu gedreht. In diesen wird den Kunden erklärt, wie man mit den Geräten umgeht. Falls diese dann immer noch offene Fragen haben, helfen wir ihnen und geben die nötigen Informationen.

Eine Aufgabe, die häufig den Azubis gestellt wird, ist die Erstellung von Biparcours. Das ist eine App, womit man eine Art Quiz oder Rallye gestalten kann. Dafür werden Fragen oder Aufgaben zu bestimmten Themen gestellt, die von den Spielern zu lösen sind. Bislang habe ich schon mehrere Parcours alleine oder mit Hilfe anderer erstellt, wie z.B. ein Musik-Quiz oder eine Stadtrallye durch Ibbenbüren.

Der Social-Media-Auftritt der Bücherei ist ein weiterer Aufgabenbereich, für den die Azubis zuständig sind. Das heißt, wir entscheiden, was beispielsweise auf Instagram und Facebook hochgeladen wird und bereiten diese Beiträge dann auch vor. Dementsprechend kann es auch vorkommen, dass wir Videos selber drehen und schneiden müssen, welche dann für verschiedene Zwecke genutzt werden.

Von Anfang an wird jeder in der Bücherei in die Planung und Organisation mit einbezogen und bekommt in einigen Bereichen schon früh Selbstverantwortung. Durch die vielfältigen Tätigkeiten bleibt die Ausbildung spannend und die Zeit ist schnell vergessen. Es wird auch viel mit den anderen Kollegen zusammengearbeitet, wodurch sich schnell ein gutes Arbeitsklima bildet und man immer gerne zur Arbeit fährt.

Die Berufsschule ist zweimal in der Woche in Dortmund (das Karl-Schiller Berufskolleg) und für mich findet sie montags und mittwochs statt. Der Weg von Ibbenbüren nach Dortmund ist schon eine lange Strecke, aber diese Zeit kann man produktiv nutzen, indem man für die Schule lernt, etwas liest oder sich mit den Klassenkameraden/-innen unterhält, sofern diese denn aus der gleichen Richtung kommen.

Im Unterricht lernen wir hauptsächlich, wie wir selbstständig lernen. Viele Stunden erinnern an Vorlesungen und wir machen viele Gruppenarbeiten, die nicht zwangsläufig mit Referaten verbunden sind. Wenn man allerdings in einer öffentlichen Bücherei arbeitet, ist der Unterrichtsstoff nah an der Praxis. Viele Sachen, die ich an einem Tag in der Schule gelernt habe, konnte ich auch direkt am nächsten Tag in der Bücherei einsetzen. In den ersten eineinhalb Jahren hat man außerdem mit den Auszubildenden der anderen Fachrichtungen gemeinsam Unterricht, da es auch noch die Fachrichtungen Archiv, Medizinische Dokumentation, Information und Dokumentation und Bildagentur gibt. Dadurch wird eine guter Einblick in die anderen Fachrichtungen vermittelt. Durch diverse Praktika in einem Archiv oder größeren Büchereien lernt man außerdem andere Arbeitsabläufe in größeren Bibliotheken kennen und erweitert so auch seinen Horizont.

Ein Spruch, der auf so ziemlich alle Famiklassen zutrifft, ist: „FaMI steht für Familie“. Das zielt darauf ab, dass die Schüler in den Famiklassen häufig sehr sozial eingestellt sind und es keine extreme Cliquenbildung gibt. Eigentlich kann jeder mit jedem gut zusammenarbeiten. Falls man aber mal nicht weiß, worüber man reden kann, gibt es ein Thema, welches immer geht: Harry Potter! Es ist quasi ein ungeschriebenes Gesetz, dass alle Famis mindestens die Filme geguckt und den Test gemacht haben müssen, in welchem Haus sie denn wären, denn es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass danach auch die Gruppen in der Klasse eingeteilt wurden. Wenn man also bis dahin noch nicht die Filme geschaut hat, muss man am Wochenende schleunigst etwas nachholen.

Generell ist das Niveau der Famiklassen recht hoch und viele stecken viel Fleiß in die Schule. Dies macht sich auch bemerkbar am Austausch zwischen den Azubis der einzelnen Bibliotheken. Ein Beispiel ist die Einführung der Tonies bei uns in der Bücherei, mit denen wir bislang noch keine Erfahrungen hatten. Ich habe bei meinen Mitschülern nachgefragt, wie sie mit den Tonies in ihrer Bücherei umgehen und binnen kürzester Zeit hatte ich mehrere Beispiele, an denen wir uns orientieren konnten.

Ich hoffe, dass ich dir einen guten Einblick in den Beruf geben konnte. Vielleicht kannst du dir jetzt mehr unter der Ausbildung vorstellen.

Wir sehen uns in der Bücherei!

Judith Schindler

Verwaltungsfachangestellte/r

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Verwaltungsfachangestellte/r
Larissa Book (Foto: privat)

Hey! Du hast Spaß am Umgang mit Menschen und bist ein Organisationstalent? Du hast Interesse an Rechtsfragen und Gesetzen? Dann ist der Beruf der/des Verwaltungsfachangestellten genau das Richtige für dich! Ich bin Larissa Book und 20 Jahre alt. Seit August 2018 absolviere ich die Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Ibbenbüren. Nach meinem Fachabitur im Jahr 2018 habe ich im August meine Ausbildung bei der Stadt Ibbenbüren begonnen. Derzeit befinde ich mich im 2. Ausbildungsjahr. Ich möchte dir gerne etwas über meinen Alltag bei der Stadt Ibbenbüren erzählen.

Nach den Kennlerntagen mit den neuen Auszubildenden der Stadt Ibbenbüren sind wir in unseren zugeteilten Fachdiensten gestartet. Ich befinde mich zwischen einem und drei Monaten in einem Fachdienst, der mir am Anfang meiner Ausbildung in einem Ausbildungsplan zugewiesen wurde. So hatte ich zu Beginn direkt eine Struktur für meine kommende Ausbildung. Ich habe bereits mehrere Fachdienste kennengelernt: den Ibbenbürener Bau- und Servicebetrieb, das Standesamt, die Abteilung „Zentrale Dienste“, das Bürgerbüro, die Personalabteilung, das Ordnungsamt und die Stadtkasse. Ich habe zum Beispiel im Bürgerbüro unter anderem Personalausweise und Reisepässe ausgehändigt oder in der Personalabteilung die Vorstellungsgespräche vorbereitet. Durch den Wechsel in die verschiedenen Fachdienste werde ich auf die selbstständige Sachbearbeitung vorbereitet und lerne wesentliche Aufgaben eines Fachbereiches mit den entsprechenden Rechtsvorschriften kennen. Am Ende jeden Monats schreibe ich einen Ausbildungsnachweis über die jeweiligen Tätigkeiten, die ich in dem Fachdienst absolviert habe. Neben den Tätigkeiten bei der Stadt sind auch die schulischen Inhalte ein Punkt in meinem Ausbildungsnachweis.

Ich besuche im Rahmen der theoretischen Ausbildung einmal wöchentlich das Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Münster. Hier werden Fächer wie Personalrecht, Verwaltungsorganisation, kommunales Finanzmanagement, kommunale Einnahmen, Sozialrecht sowie Recht der Gefahrenabwehr unterrichtet. Des Weiteren besuche ich die Berufsschule am Hansa-Berufskolleg in Münster. Diese findet in Blockform für jeweils 3 ½ Monate statt. Dort lerne ich unter anderem die Inhalte der Fächer Datenverarbeitung, Verwaltungsrechtliches Handeln, Verwaltungsbetriebslehre/Controlling und Allgemeine Wirtschafslehre kennen. Des Weiteren erstattet mir die Stadt Ibbenbüren einen Teil der Fahrtkosten für den Weg zur Schule und ich habe die Möglichkeit, mich einmal wöchentlich für eine Stunde mit anderen Auszubildenden als Lerngruppe zusammenzusetzen und zu lernen. Bei Fragen stehen mir meine Kolleginnen und Kollegen ebenfalls zur Seite. Auch einen Lernmittelzuschuss zu Anfang jedes Ausbildungsjahres erhalte ich von der Stadt Ibbenbüren.

Auch nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung bietet die Stadt Ibbenbüren mehrere Perspektiven. Mit erfolgreich bestandener Prüfung gibt es die Möglichkeit, als Sachbearbeiter/in in den unterschiedlichsten Fachdiensten eingesetzt zu werden. Bei Qualifizierung und entsprechendem Bedarf gibt es die Option, den Verwaltungslehrgang 2 oder den Bachelor of Laws (Duales Studium) zu absolvieren, womit eine Stelle des gehobenen Dienstes besetzt werden kann.

Neben meiner ganzen Ausbildung habe ich auch viel Kontakt zu anderen Auszubildenden aus verschiedenen Ausbildungsberufen. Angefangen bei den bereits erwähnten Kennlerntagen über den Azubitag bis hin zum Winterfest.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Einblick in diesen vielseitigen Ausbildungsberuf geben und vielleicht sieht man sich ja schon bald im Rathaus der Stadt Ibbenbüren!

Bis dann!

Larissa

Verwaltungsfachangestellte/r

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Verwaltungsfachangestellte/r
Aline Hendriok (Foto: privat)

Hallo, mein Name ist Aline Hendriok, ich bin 21 Jahre alt und habe im Sommer 2020 meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten abgeschlossen.

Die Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten dauert drei Jahre und findet im dualen System statt. Das heißt, du gehst abwechselnd arbeiten und zur Schule. Während der theoretischen Phase hast du drei Berufsschulblöcke für jeweils drei Monate, an denen du zum Hansa-Berufskolleg in Münster gehst. Das Hansa-Berufskolleg liegt ziemlich zentral in Münster, sodass man gut mit dem Zug hinfahren kann. Es werden dort viele rechtliche Fächer unterrichtet, aber auch „normale“ Fächer, wie beispielsweise Deutsch oder Politik.

In der Praxisphase wirst du in verschiedenen Abteilungen der Stadt Ibbenbüren eingesetzt. Gerade das ist es, was mir an meiner Ausbildung so gut gefallen hat, die Vielseitigkeit und Abwechslung. Dadurch, dass man alle 2 bis 3 Monate die Abteilung wechselt, sammelt man immer wieder neue Erfahrungen, lernt neue Kollegen und andere Aufgabengebiete kennen. Hierdurch kann man sehr gut herausfinden, welcher Aufgabenbereich einem gut gefällt und welcher vielleicht nicht.

Neben der Arbeit hat man außerhalb der Schulferien zusätzlich einmal die Woche berufsbegleitenden Unterricht am Studieninstitut Westfalen Lippe in Münster. Dort werden Fächer wie Ordnungsrecht, Sozialrecht, Personalrecht und vieles mehr unterrichtet.

Nach den drei Jahren schließt du die Ausbildung mit vier schriftlichen Prüfungen und einer mündlichen Prüfung ab. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du vielseitig in der Verwaltung eingesetzt werden.

Seit 2018 bietet die Stadt Ibbenbüren die Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten auch in Teilzeit an. Diese Ausbildung ist perfekt für junge Eltern, Menschen die einen Familienangehörigen pflegen oder ähnliches und deshalb nicht Vollzeit arbeiten können. Der einzige Unterschied zur Vollzeit-Ausbildung ist, dass die Arbeitszeit pro Woche 30 Stunden beträgt, der theoretische Teil wird genauso absolviert.

Ich hoffe, ich konnte dir einen groben Überblick geben und dir die Vorstellung nehmen, Verwaltungsarbeit sei eintönig und langweilig.

Vielleicht sehen wir uns ja schon ganz bald!

Aline

Verwaltungsfachangestellte/r in Teilzeit

Erfahrungsberichte von Auszubildenden - Verwaltungsfachangestellte/r in Teilzeit
Veronika Eichwald (Foto: Stadt Ibbenbüren / André Hagel)

Hi, ich heiße Veronika Eichwald und bin 30 Jahre alt.

Ich stand schon mit beiden Beinen im Leben, hatte einen Beruf, eine Familie und einen Sohn, als ich mich 2019 für einen beruflichen Neustart entschloss.

Ich machte mich auf die Suche und erfuhr, dass die Stadt Ibbenbüren die Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten in Teilzeit anbietet. Meine wöchentliche Arbeitszeit besteht dementsprechend aus 30 Stunden, wobei die Theorie darin im vollen Umfang berücksichtigt wird. Das passt sehr gut zu mir, da ich im Alltag durch meine Familie zeitlich sehr eingespannt bin.

Meine dreijährige Ausbildung habe ich bereits fast ein Jahr hinter mir und kann sagen, dass es die richtige Entscheidung war. In einem Jahr durfte ich schon vier verschiedene Fachdienste kennenlernen: das Standesamt, wo nicht nur geheiratet wird, sondern auch die Geburts- und Sterbeurkunden ausgestellt sowie Eheschließungen und Scheidungsurteile bearbeitet werden, aber auch die Personalabteilung, die Friedhofsverwaltung und den Fachdienst Soziales.

In jedem Fachbereich wird mit unterschiedlichen Programmen gearbeitet, mit denen die Akten angelegt und anschließend bearbeitet werden. Da man aber von unseren IT-Experten fortwährend geschult wird, lernt es sich auch schnell. Darüber hinaus sind die Kollegen ebenfalls immer bereit zu helfen und bringen uns täglich Neues bei.

Nach dem einmonatigen Einsatz im Standesamt wechselte ich in die Personalabteilung, wo ich für die nächsten zwei Monate blieb. Ich kam genau rechtzeitig zur Bewerbungsphase. Ich durfte die Einstellungstests der Bewerber auswerten und anschließend die Zu- und Absagen schreiben. Ein paar Mal durfte ich sogar zu den Vorstellungsgesprächen mit. So konnte ich die zukünftigen Auszubildenden kennenlernen. Ich lernte, wie man Einstellungsschreiben verfasst, Ausbildungsverträge erstellt und Ernennungsurkunden schreibt.

Des Weiteren nahm ich an der Ausbildungsmesse teil. Dort haben wir die Ausbildungsberufe der Stadt Ibbenbüren vorgestellt. Auch war ich mit der Ausbildungsleiterin Andrea Guhe an der Anne-Frank-Realschule bei einem Azubi-Speeddating dabei. Dort hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Und nicht nur das durfte ich in der kurzen Zeit mitmachen. Auch bei der Kirmeseröffnung half ich bei dem Dekorieren sowie dem Gästeempfang und den Gästeführungen mit. Des Weiteren hatte ich die Möglichkeit, an einer Ratssitzung und einer Betriebsversammlung teilzunehmen, ebenso beim Fotoshooting für das Gästejournal.

Meine nächste Abteilung war die Friedhofsverwaltung. Hier befasste ich mich mit den städtischen Friedhöfen. Dort wurden die Daten der Verstorbenen eingetragen, die Einverständniserklärungen erstellt, die Sondergenehmigungen erteilt oder die Graburkunden versendet.

Zurzeit bin ich im Fachdienst Soziales und befasse mich mit Wohngeldangelegenheiten und SGB XII-Leistungen. Es ist sehr spannend zu erfahren, welche Leistungen nach welchen Kriterien vergeben werden.

Nun komme ich zum theoretischen Teil der Ausbildung. Einmal wöchentlich findet der Unterricht am Studieninstitut in Münster statt, wo man von Dozenten unterrichtet wird. Da die Dozenten zum Teil auch in den Kommunen arbeiten, berichten sie uns über die tatsächlichen Fälle aus ihrer Praxis.

Am Studieninstitut werden Unterrichtsfächer wie Kommunales Verfassungsrecht (gutachterliche Prüfung zu bestimmten Sachverhalten), Beamten- und Angestelltenrecht (z.B. die Prüfung der Voraussetzung zur Einstellung), Kommunales Finanzmanagement (man lernt wie der Haushalt einer Kommune funktioniert), Verwaltungsorganisation (Stellenbewertung, Aufgaben der Kommune, Aufgabenanalyse und Synthese) gelehrt.

In jedem Ausbildungsjahr gibt es eine dreimonatige Blockunterrichtsphase an der Hansa-Berufsschule in Münster. Hier werden Fächer wie Allgemeine Verwaltungslehre, Deutsch, Politik, Verwaltungsrecht, Datenverarbeitung und Sport unterrichtet.

Um das jeweils Erlernte schriftlich festzuhalten, werden monatliche Ausbildungsberichte über die ausgeübten Tätigkeiten und Unterrichtsthemen geschrieben.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich nach wie vor mit meiner Entscheidung sehr zufrieden bin, die Ausbildung sehr anspruchsvoll und interessant ist und diese mir viel Freude bereitet!

Ich hoffe, du konntest durch mich einen kleinen Eindruck von der Ausbildung gewinnen und vielleicht sehen wir uns bald im Rathaus der Stadt Ibbenbüren!

Veronika Eichwald