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Aktuelles

Jetzt für eine Ausbildung bei uns bewerben. Wir bieten folgende Stellen für das Jahr 2021 an:

  • Straßenwärter/in (m/w/d)
  • Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste - Fachrichtung Bibliothek (m/w/d)
  • Notfallsanitäter/in (m/w/d)
  • Fachkraft für Abwassertechnik (m/w/d)
  • Verwaltungsfachangestellte/r in Teilzeit (m/w/d)
  • Verwaltungsfachangestellte/r (m/w/d)
  • Bachelor of Arts - Soziale Arbeit (m/w/d)
  • Bachelor of Laws (m/w/d)
  • Erzieher/in - Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) (m/w/d)

Einfach unter Stellenausschreibungen den passenden Ausbildungsberuf anklicken und direkt bewerben.

Weitere Informationen zu den einzelnen Ausbildungsberufen findest du unter Ausbildungsberufe.


Lea Kerk
Lea Kerk (Foto: privat)
Bachelor of Arts (Soziale Arbeit) (Duales Studium) - ein Erfahrungsbericht

Hallo, mein Name ist Lea Kerk, ich bin 21 Jahre alt und absolviere seit September 2019 bei der Stadt Ibbenbüren mein duales Studium Bachelor of Arts (Soziale Arbeit).

Damit du dir den Ablauf des Studiums besser vorstellen kannst, berichte ich dir von meinen persönlichen Erfahrungen aus der Theorie sowie aus der Praxis.

Wie du vermutlich bereits gelesen hast, wirst du an der SRH-Hochschule in Hamm studieren und deine Praxisphasen finden im Jugendamt der Stadt Ibbenbüren statt. Du wirst im Blockunterricht studieren, das heißt, dass du jeweils drei Monate an der Hochschule deine Theoriephasen hast und drei Monate in der Praxisphase im Jugendamt der Stadt Ibbenbüren bist.

Zu den Theoriephasen kann ich dir sagen, dass die Hochschule sehr gut aufgestellt ist. Es wird im Klassenverband unterrichtet. Meine Klasse besteht aus ca. 25 Student*innen, was eine wirklich gute Größe ist.

Die Hochschule ist an sich sehr klein und es wird nach dem CORE-Prinzip gelehrt. CORE steht für "Competence Oriented Research and Education", ein CORE-Block geht über fünf Wochen, in der Zeit wird ein bestimmter Themenkomplex gelehrt, nach den fünf Wochen findet in der sechsten Woche eine Prüfung statt. Danach findet wieder ein fünfwöchiger CORE-Block statt mit einem anderen Themenschwerpunkt und anschließender Prüfung.

Durch das CORE-Prinzip hast du einen guten Austausch mit deinen Kommilitonen*innen, weil ihr viele Aufgaben zusammen in Gruppenarbeiten erarbeiten müsst. Die Professoren stehen dabei immer für Fragen an eurer Seite.

Außerdem sind die Professoren fachlich sehr gut aufgestellt und vermitteln die einzelnen Themen wirklich gut. Sie versuchen dich immer wieder zu fordern und zu fördern. Auch wenden die Professoren immer wieder verschiedene Methoden an, damit der Unterricht nicht eintönig wird. Das gefällt mir wirklich sehr gut, weil du dich mit den verschiedenen Themen unterschiedlich auseinandersetzen kannst und nicht nur zuhören musst, sondern selbst aktiv wirst.

Zu den Prüfungen kann ich dir sagen, dass die Hochschule sehr bemüht ist, dass jeder die Prüfungen besteht. Bei Fragen kann immer der/die Professor*in oder das Prüfungswesen angesprochen werden.

Die Prüfungsformen variieren von Semester zu Semester. In meinem ersten Semester haben wir einen Test über die Geschichte der Sozialen Arbeit geschrieben und ich musste eine Hausarbeit über ein Handlungsfeld der Sozialen Arbeit verfassen.

Natürlich musst du auch während deiner Praxisphase einen Praxisbericht schreiben und der Hochschule vorlegen. Dies war im ersten Semester ein Praxis-Theorie Transfer. Ich musste eine Theorie, welche ich in der Theoriephase kennengelernt habe, auf die Arbeit im Jugendamt anwenden und Vergleiche ziehen. Des Weiteren musste ich einen Kompetenzbericht verfassen und vorlegen.

Für die Theoriephase habe ich mir in Hamm ein WG-Zimmer gesucht, damit ich nicht jeden Tag pendeln muss. Du kannst natürlich auch jeden Tag pendeln, da die Hochschule ein Semesterticket stellt. Für mich kam das aber nicht in Frage, weil dann sehr viel Zeit verloren geht.

In meiner ersten Praxisphase war ich hauptsächlich im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes der Stadt Ibbenbüren tätig. Ich wurde von meinen Kollegen*innen sehr gut aufgenommen und langsam und sicher an allen Aufgaben herangeführt. Das ASD-Team ist wirklich super und sehr bemüht, dass ich so viel wie möglich aus der Praxis mitnehmen kann.

Meine Aufgaben bestanden darin, dass ich meine Kollegen*innen zu verschiedenen Gesprächen begleiten durfte, seien es Hilfeplangespräche, Umgangsgespräche oder bei Gesprächen mit den freien Trägern. Außerdem durfte ich an Gerichtsterminen teilnehmen und auf Hausbesuche mitkommen. Ich hatte aber in allen Gesprächen die Aufgabe der Beobachterin, damit ich die Vorgehensweise besser nachvollziehen kann und langsam an alle Aufgaben herangeführt werde.

Außerdem habe ich viel mit verschiedenen Akten gearbeitet und mich in die einzelnen Fälle eingelesen, damit ich besser verstehen konnte, warum welche Hilfen installiert werden und damit ich die Vorgeschichte der Klienten*innen erfahre und die Gespräche besser verstehe.

Des Weiteren durfte ich an den Teamgesprächen teilnehmen. In diesen Gesprächen werden die Fälle besprochen und eingeschätzt, welche Hilfen installiert werden und die jeweilige Fachkraft beraten, wie er/sie in den einzelnen Fällen weiter vorgehen kann.

Die Arbeit ist wirklich sehr interessant und abwechslungsreich. Ich könnte dir noch viel mehr davon berichten, aber so hast du erstmal einen groben Überblick. Natürlich gehört auch viel Aktenarbeit dazu und ich musste zu den einzelnen Gesprächen Vermerke schreiben.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick in das Studium geben und dass du dir etwas mehr darunter vorstellen kannst.

Bis dann!

Lea Kerk